Barbara Kreisler-Peters und Ilja Richter singen "Liebeslieder am Ultimo"
von Georg Kreisler - Eine Hommage

 

Mit: Barbara Kreisler-Peters, Ilja Richter

Am Klavier: Sherri Jones
Bühne/Licht: Ilja Richter
Graphik: Rahel Bachem / Joscha Beckmann


Für den gewählten Termin (23.06.2015) ist die Vorstellung ausverkauft.
Eventuell sind noch Restkarten direkt
an der Theaterkasse erhältlich,
Tel.: 030 – 789 56 67 - 100

ODER

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Termine

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Barbara Kreisler-Peters lässt den Wunsch ihres vor drei Jahren verstorbenen Mannes Georg Kreisler Wirklichkeit werden: Einen Abend zu zweit mit Barbara und Ilja. Es hätte ein Liebeslieder Abend zu dritt werden sollen... Begleitet werden beide von der Klaviervirtuosin seiner Konzertstücke, Sherri Jones.
Ein Abend ganz in Kreislers Sinne: Poetisch, poesievoll und ... frech !


Copyright: DERDEHMEL/Urbschat

Eva Menasse sagte in einer Laudatio für Georg Kreisler:
Georg Kreisler machte kein Kabarett, es waren schon gar nicht Chansons, und es war so viel mehr als Lyrik und Literatur. Es gibt keinen Begriff dafür, außer vielleicht den Titel seiner Schallplatten: „Kreisleriana“. Mit Worten sowieso. Er konnte mit Melodien und Musikstilen machen, was er wollte. Sie standen ihm biegsam und demütig zur Verfügung wie dem Wettermacher die Elemente. Er beherrschte alle Versmaße und die witzigsten Methoden, zu reimen. Seine Lieder sind immer mehrdimensional; er paarte in der Sprache wie in der Musik gern die Gegensätze; er konnte grotesk kalauern und blödeln und dabei tief traurig sein; er konnte scharf kritisieren und war dabei immer gewitzt. Er stellte schmelzende Klänge zu ätzenden Sätzen und umgekehrt, er ließ Klavierläufe verrücktspielen, während er mit harmloser Stimme hinterfotzige Geschichten zum Besten gab.

Konstantin Wecker hat Georg in einer Laudatio einen „verzweifelt Liebenden“ genannt. Ich glaube, das ist sehr zutreffend. Er hat sich immer wieder mit der Liebe in jeglicher Form beschäftigt, und da gerade seine Platte „Liebeslieder am Ultimo” von Preiser Records als CD neu aufgelegt wurde, beschloss ich, diesen Titel für meinen und Iljas Kreisler –Abend zu nehmen. Die Lieder sind hinreißend, berührend, frech, absurd, zärtlich, erotisch, makaber, poetisch.


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Hans Weigel, österreichischer Schriftsteller und Kritiker, schrieb über Georg zu der CD „Die große Georg Kreisler Platte“ folgendes:

„Er ist ein Dichterkomponistchansonnierpianist, wie es keinen zweiten dieser Art gegeben hat, gibt oder geben wird, also ist er zweifellos auch der Beste, den es in dieser Art gibt.

Sein Groß- und Kleinhirn dürften über ganz besonders gewundene Gehirnwindungen verfügen, als sei ein höchst raffinierter Kräusler am Werk gewesen, um sie auf einmalige Art zu kräuseln. Dank diesem Kreisler-Kräusler sind Georg Kreislers Schöpfungen in wenigen Jahren unverlierbarer Kulturbesitz der abendländischen Menschheit geworden, und dieses stolze Resultat wiegt umso schwerer, als niemand zu sagen vermöchte, was Kreislers Schöpfungen eigentlich sind.
Sie sind Lieder, die keine Lieder sind, sondern Chansons, die keine Chansons sind, sowohl lyrische Dichtungen mit Musikbegleitung als auch Musikstücke mit Textbegleitung, aber sie sind weder das eine noch das andere wirklich.
Sie sind sehr heiter, aber auch tieftraurig, ihr Pessimismus ist amüsant, ihre Spaßhaftigkeit beängstigend; und wenn wir genau wüssten, was das eigentlich bedeutet: kabarettistisch, dann könnten wir sagen, dass sie nicht kabarettistisch sind.
Aber wir wissen es nicht genau, und so können wir nicht umhin, es trotzdem zu sagen. Zwischen den Zeilen der Texte waltet viel Geheimnis. Ihr Witz hat einen bedeutenden Ernst, ihr Ernst ist von Spaß durchwirkt, ihr doppelter Boden ist in die Tiefe gestaffelt. Kreisler schlüpft gern in bewährte, hergebrachte Formen, um uns das Gegenteil dessen zu sagen, was er uns sagt; doch auch dieses Gegenteil hat seinerseits wieder ein Gegenteil, und auch dieses wird uns gesagt, indem es uns nicht gesagt wird (und umgekehrt) – und das alles macht, dass man diese Nicht –Lieder und Mehr – als – Chansons immer wieder hören kann und ihnen immer Neues abgewinnt, selbst wenn man sie längst auswendig kennt.“

„Ob in Duetten oder jeder für sich, ob rezitierend oder frech aufsingend, Barbara Kreisler-Peters und Ilja Richter harmonieren charmant miteinander und wettern amüsant gegeneinander. Sie lassen – absurd, abgefahren und artistisch – Kreislers wortgewandte, melodienreiche Dramolette des schwarzen Humors strahlen und funkeln.“ (Berliner Zeitung)

„… Ein Abend nur mit besten Zutaten und ringsherum zum Verlieben.“ (Berliner Zeitung)

„… ein amüsanter, manchmal nachdenklicher Abend … hervorragende Unterhaltung mit drei gut aufgelegten und gut miteinander harmonierenden Künstlern.“ (MusiKultur Berlin)


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