THE KING'S SPEECH - Die Rede des Königs

 

Von David Seidler

Regie: Thomas Schendel
Bühne: Daria Kornysheva
Kostüme: Daria Kornysheva
Choreographie: Morris Perry
Mit: Julia Stemberger, Jürgen Tarrach, Oliver Mommsen, Irene Christ, Harald Effenberg, Johann Fohl, Harald Heinz, Oliver Nitsche, Philipp Sonntag

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Termine

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Foto: DERDEHMEL

Herzog Albert, der zweite Sohn des britischen Königs George V., ist Stotterer. Seine erste Rundfunkansprache wird für ihn zum demütigenden Desaster. Vergeblich sucht er verschiedene Ärzte auf, bis seine Frau, Herzogin Elizabeth, von dem ungewöhnlichen Sprachtherapeuten Lionel Logue hört. Die Annäherung zwischen dem unverblümten Logue und dem reservierten, von Blockaden geplagten Herzog gestaltet sich schwierig.
Doch dann stirbt der König, und der eigentliche Thronfolger, Alberts älterer Bruder David, zieht die Heirat mit der zweifach geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson der Königswürde vor. Wenn Albert seine Pflicht als nächster König eines vom Hitlerdeutschland bedrohten Landes erfüllen will, muss er lernen, öffentlich zu sprechen. Vorbereitet und unterstützt durch Logue, der ihm ein echter Freund geworden ist, legt er 1939, mittlerweile als King George VI, seinem Volk einfühlsam und fehlerfrei die moralischen Gründe dafür dar, dass das britische Empire Deutschland den Krieg erklären muss.

 Vorbericht „The King’s Speech“, Kulturradio 25.01.14 

Dass diese Geschichte auf der Bühne glänzend funktioniert, kommt nicht von ungefähr: Dies ist kein "Stück nach dem bekannten Film", sondern umgekehrt, denn das Theaterstück war zuerst da. Es ist dem Zufall zu verdanken, dass daraus auch ein umwerfender Kinoerfolg wurde: Der Film mit dem atemberaubenden Colin Firth als stotterndem König war in 2011 Star bei der Oscar-Verleihung und gewann außerdem zahlreiche Auszeichnungen bei den Golden Globes, den British Academy und den British Independent Film Awards. Da dieses historisch-biografische Drama zugleich die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft ist, eroberte es im Sturm auch die Herzen des Publikums.

Pressestimmen zu  „The King’s Speech“

„Die anspruchsvollste Rolle ist dabei mit Abstand die des Stotterers Albert, boshaft verspottet als B-B-B-Bertie. Colin Firth sahnte in der Filmfassung dafür einen Oscar ab. Im Schlosspark Theater übernimmt Oliver Mommsen diesen Part und macht das großartig. Perfekt dosiert verkanten sich bei ihm die Konsonanten im Kehlkopf, es ruckelt und rumpelt die Sprache, ohne dass seine Figur dabei jemals die Würde verliert.“
„Ja, es ist auch ein komischer Abend, aber gelacht wird an keiner Stelle übers Stottern selbst.“
„(…) das funktionale, angenehm unpompöse Bühnenbild (…)“
„(…) Jürgen Tarrach spielt ihn <Lionel Logue> wunderbar schrullig. Sein Logue ist selbstbewusst, schnoddrig und herrlich despektierlich, er weigert sich, den König standesgemäß anzureden, nennt ihn nur kumpelhaft Bertie und bei der Probe zur Krönungszeremonie fläzt er sich ungeniert in den Thron. Mommsen und Tarrach, sie sind ein formidables Duo (…).“
„Die schönste aller Szenen ist jene, als der König ganz am Schluss seine Rede an die Nation halten muss und dabei das große Mikrofon (…) wie einen Widersacher umkreist. Bei jeder Silbe fiebert man mit und wird gerührt Zeuge wie einer über sich hinaus wächst. Schwer zu sagen, ob der aus dem Parkett (…) aufbrandende Applaus eher Oliver Mommsen oder seinem King George VI. galt. Eine königliche Leistung haben sie beide hingelegt.“
Berliner Morgenpost & Die Welt, Katrin Pauly, 26.01.14


„Eine königliche Leistung“ 
Die Welt kompakt, (Autor nicht angegeben), 27.01.14


„Keine leichte Aufgabe hat sich das Schlosspark Theater mit der Inszenierung von David Seidlers „The King’s Speech“ gestellt. Wer denkt bei dem Titel nicht sofort an den oscargekrönten Film mit dem grandiosen Colin Firth als Herzog von York und Geoffrey Rush als Sprachtherapeut Lionel Logue? Doch spätestens beim überwältigenden Schlussapplaus … war klar: Aufgabe gemeistert!“
„Jürgen Tarrach ist ein echter Glücksgriff in der Rolle des Lionel Logue. Er ist witzig, verschmitzt, lebhaft. Jedes Wort, jede Geste wirkt wahrhaftig. Vom ersten Augenblick an, in dem er die Bühne betritt, ist er Lionel Logue, der für seine schwierige Aufgabe brennt. (…) Oliver Mommsen (…) überzeugt (…) als verklemmter Prinz – mit seiner Steifheit, seinen Blockaden, seinem Stottern (…). Ebenso mit seinem trockenen Humor. Ja Humor, denn „The King’s Speech“ bietet trotz des schwierigen historischen Stoffes so manchen Lacher.
Wunderbar ist auch Julia Stemberger, die als Elizabeth den schwierigen schmalen Grad zwischen aristokratischer Würde und Herzlichkeit in ihrem Spiel meistert. Überhaupt ist das Stück bis in die kleinsten Rollen gut besetzt (…).“
„Vor allem im zweiten Teil gewinnt das Stück an Eigenleben. Deutlicher als im Film werden die Bedrohungen durch Hitler-Deutschland thematisiert und die Gefahren, die der Monarchie durch den abgedankten aber mit den Nazis sympathisierenden Prince of Wales drohen.
Das Publikum war begeistert, belohnte das Ensemble mit ausdauerndem Applaus. Sogar zu der Aussage, dass sich die Inszenierung nicht hinter dem Film verstecken müsse, ließ sich so mancher Zuschauer hinreißen.
Wer einen unterhaltsamen aber auch bewegenden Theaterabend erleben will – und seine Kenntnisse der britischen Geschichte aufpolieren möchte –, dem sei „The King’s Speech“ im Steglitzer Schlosspark Theater wärmstens empfohlen.“
StadtrandNachrichten, Simone Gogol, 28.01.14