Ich bin nicht Rappaport

 

Regie: Thomas Schendel
Bühne: Daria Kornysheva
Kostüme: Daria Kornysheva
Mit: Joachim Bliese, Dieter Hallervorden, Irene Christ, Karl Heinz Herber, Atina Tabiei Razligh, Johann Fohl, Baris Simsek

Termine

Für dieses Programm sind derzeit noch keine weiteren Aufführungen geplant.

von Herb Gardner, Deutsch von Bernd Samland

Zwei Senioren treffen sich regelmäßig auf einer Bank im Central Park von New York. So verschieden sie auch sein mögen, sie verbünden sich gegen den Rest der Welt, der die beiden Alten ins Abseits schieben will.


Foto: DERDEHMEL

Der alte Nat erzählt dem gleichaltrigen, schwarzen Midge gut ausgedachte Geschichten, die dieser eigentlich ja gar nicht hören will. Nat ist ein Idealist, ein Lebenskünstler, ein Kämpfer für die globale Gerechtigkeit und zwangsläufig auch ein kleiner Querulant. Er will mit allen erdenklichen Tricks und Schlichen verhindern, dass ihn seine Tochter in ein Seniorenheim steckt. Seine Zufallsbekanntschaft Midge dagegen hat sich aufgegeben. Er hat sich mit seiner „bescheidenen“ Situation abgefunden und leistet keinen Widerstand, wenn ihm das Leben übel mitspielt. So lässt er sich auch sehr widerwillig von Nat helfen. Kann man dem Schicksal entkommen?
Durch Nat´s phantastische Geschichten durchleben die beiden alten Männer die unglaublichsten Abenteuer. Selbst wenn es aussichtslos erscheint, Nat gibt nicht auf…
Die hinreißende Tragikomödie „Ich bin nicht Rappaport“ bekam 1986 den Tony Award – den „Theater-Oscar. 1996 wurde das Stück mit Walter Matthau und Ossie Davis in den Hauptrollen verfilmt.
Herb Gardner (1934-2004, Drehbuchautor, Regisseur, Maler, Bildhauer, Dramatiker) hat mit diesem Erfolgsdrama vor 20 Jahren einen Meilenstein in der Geschichte des amerikanischen Dramas gesetzt, wie sonst vielleicht nur Arthur Miller.